{"id":133,"date":"2010-10-01T12:34:56","date_gmt":"2010-10-01T12:34:56","guid":{"rendered":"http:\/\/trafikcity.weblog.mur.at\/?page_id=133"},"modified":"2010-10-05T17:34:10","modified_gmt":"2010-10-05T17:34:10","slug":"trafik-3-sonja-e","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/trafikcity.net\/?page_id=133","title":{"rendered":"Trafik 2: Sonja E. 32, in Ausbildung"},"content":{"rendered":"<p>Sonja macht derzeit eine vom AMS gef\u00f6rderte Ausbildung zur B\u00fcrokauffrau in einem Schulungscenter in der K\u00e4rntnerstra\u00dfe. Wenn sie um 16 Uhr am Nachmittag nach Hause kommt, geht sie mit ihrer schwarzen Mischlingsh\u00fcndin namens Lexy im nahegelegenen Augartenpark spazieren. Ein- bis zweimal pro Woche unternimmt sie mit Lexy l\u00e4ngere Spazierg\u00e4nge, um einen Freund in der Triester Stra\u00dfe zu besuchen. Sie geht dann durch den Augartenpark vorbei am Freibad und \u00fcber die Augartenbr\u00fccke bis zum Kreisverkehr beim gro\u00dfen M\u00f6belhaus. Durch die Gro\u00dfmarktstra\u00dfe und vorbei am Schlachthof gelangt sie zur Herrgottwiesgasse und von dort \u00fcber die T\u00e4ndelwiese zur Trafik an der Ecke zur Triesterstra\u00dfe. An der Trafik macht sie kurz Halt, um sich eine Schachtel &#8222;Camel&#8220; zu kaufen. Sie m\u00f6chte bald mit dem Rauchen aufh\u00f6ren und hat ihren Zigarettenkonsum sehr eingeschr\u00e4nkt. Meist kommt sie eine Woche lang mit der Schachtel aus.<\/p>\n<p><strong>Neuholdaugasse \/ 2004 bis heute<\/strong><br \/>\nSeit sechs Jahren wohnt Sonja in einer hellen Gemeindewohnung in der Neuholdaugasse. Sie musste lange auf die Wohnung warten und ist damit heute umso gl\u00fccklicher. Die Wohnung hat 49 m\u00b2 Wohnfl\u00e4che und liegt im ersten Stock eines zweigescho\u00dfigen Hauses in einer wenig befahrenen Einbahnstra\u00dfe. Pro Etage gibt es jeweils drei Wohnungen und Sonja gef\u00e4llt es im Haus auch deswegen gut, weil man hier nicht so anonym lebt wie in dem riesigen Wohnblock, wo sie fr\u00fcher mal gewohnt hat. Mit ihrer \u00e4lteren Nachbarin, die sich \u00fcber Lexys lautes Bellen in den ersten Monaten beschwert hatte, kommt sie mittlerweile gut aus. Wenn Sonja besonders lange unterwegs ist, geht die Nachbarin oft mit Lexy spazieren.<\/p>\n<p><strong>Ghegagasse \/ 2003 bis 2004<\/strong><br \/>\nBevor Sonja die Gemeindewohnung bekam, wohnte sie eineinhalb Jahre lang in einer Kellerwohnung in der Ghegagasse nahe am Grazer Hauptbahnhof. Von der Wohnung erfuhr sie von einem alten Freund, der ihr auch beim Umzug half. Die Wohnung hatte 30 m\u00b2 Wohnfl\u00e4che und die Miete war wegen der Kellerlage gering. Mit ihrem Gehalt von der Regalbetreuung im Discounter konnte Sonja sich die Wohnung gut leisten. In den ersten Monaten f\u00fchlte sie sich in der Wohnung wohl. Die Fenster waren hofseitig und sie konnte Lexy, die sie zu dieser Zeit aus dem Tierheim zu sich holte, im Innenhof frei herumlaufen lassen. Als es Herbst wurde, entdeckte sie erste Schimmelspuren an der Wand. Auf Anraten ihrer Mutter stellte Sonja einen Antrag auf eine Gemeindewohnung. Sie rechnete mit einer kurzen Wartezeit, es dauerte aber trotz ihrer schlechten Wohnsituation vierzehn Monate, bis sie eine geeignete Wohnung zugewiesen bekam.<\/p>\n<p><strong>Alte Poststra\u00dfe \/ 2001 bis 2003<\/strong><br \/>\nVon 2001 bis zum Sommer 2003 lebte Sonja in einer Wohngemeinschaft in einem achtgescho\u00dfigen Wohnkomplex aus den 1970er Jahren in der Alten Poststra\u00dfe. Beim Discounter gegen\u00fcber fand sie bald eine Teilzeitstelle als Regalbetreuerin und arbeitete f\u00fcnf mal pro Woche von 14 bis 19 Uhr. Vormittags spazierte sie oft die Eggenberger Allee entlang bis zum Schlosspark und wieder zur\u00fcck. Die Wohnung im ersten Stock war zwar gro\u00df und hatte einen Balkon, Sonja verstand sich aber mit den beiden Mitbewohnern, die sie vor ihrem Einzug nur fl\u00fcchtig kannte, nicht sonderlich gut. Immer wieder gab es Streit, weil die Mitbewohner mit der Miete im R\u00fcckstand waren und sich von Sonja Geld ausleihen wollten.<\/p>\n<p><strong>Split, Kroatien \/ 1997 bis 2001<\/strong><br \/>\nVon 1997 bis 2001 lebte Sonja in Kroatien. Mit ihrem Ehemann, den sie seit der Schulzeit kannte, wohnte sie n\u00f6rdlich von Split in einem kleinen Ferienhaus, das ihren Schwiegereltern geh\u00f6rte. Ihr Mann f\u00fchrte ein Caf\u00e9haus im alten Hafen von Split. Weil sie f\u00fcr das Haus keine Miete zahlen mussten und mit den Eink\u00fcnften vom Caf\u00e9haus gut auskamen, arbeitete Sonja in den ersten Jahren nur gelegentlich im Caf\u00e9 ihres Mannes. Sie verbrachte viel Zeit am nahe gelegenen Kiesstrand und versuchte, Kroatisch zu lernen. Immer wieder fuhr sie mit einem Eurolines-Bus nach Graz, um ihre Mutter zu besuchen. Nach vier Jahren wurde ihr das Leben in Split zu langweilig. Sie w\u00e4re am liebsten mit ihrem Mann nach Graz zur\u00fcckgezogen, er wollte aber auf jeden Fall in Split bleiben. Nach langen Diskussionen packte Sonja ihre Koffer und fuhr mit dem Bus endg\u00fcltig nach Graz, wo sie die Scheidung einreichte.<\/p>\n<p><strong>Grazbachgasse \/ 1978 bis 1997<\/strong><br \/>\nSonja wuchs in der Grazbachgasse nahe der Innenstadt auf. Sie wohnte mit ihrer Mutter in einer kleinen Altbauwohnung gegen\u00fcber der Handelsakademie Grazbachgasse. Von der K\u00fcche aus kam man in ein kleines Badezimmer und auf einen Wirtschaftsbalkon, Sonjas Zimmer und das Zimmer ihrer Mutter lagen stra\u00dfenseitig. Sonja besuchte das nahegelegene Pestalozzi- Gymnasium und ging danach auf Wunsch ihrer Mutter in die HAK. Dort lernte sie ihren sp\u00e4teren Mann kennen, der aus Kroatien kam und seit Kriegsausbruch in seiner Heimat bei einer Tante in der Eisteichsiedlung in Graz-St. Peter lebte. Nachdem sie in der 7. Klasse die Schule abgebrochen hatte, geriet sie mit ihrer Mutter immer \u00f6fter in Streit und verbrachte deswegen viel Zeit bei ihrem Freund in St. Peter. Als er beschloss, nach seiner Matura im Jahr 1997 wieder nach Kroatien zur\u00fcckzukehren, heiratete sie ihn kurzerhand und ging mit ihm mit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=155\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=153\">zur\u00fcck zur Trafik\u00a02<\/a> <a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=155\">|\u00a0zur\u00fcck zur \u00dcbersicht\u00a0|\u00a0Home<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonja macht derzeit eine vom AMS gef\u00f6rderte Ausbildung zur B\u00fcrokauffrau in einem Schulungscenter in der K\u00e4rntnerstra\u00dfe. Wenn sie um 16 Uhr am Nachmittag nach Hause kommt, geht sie mit ihrer schwarzen Mischlingsh\u00fcndin namens Lexy im nahegelegenen Augartenpark spazieren. Ein- bis zweimal pro Woche unternimmt sie mit Lexy l\u00e4ngere Spazierg\u00e4nge, um einen Freund in der Triester [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":68,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/133"}],"collection":[{"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=133"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":518,"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/133\/revisions\/518"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/68"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/trafikcity.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}