{"id":131,"date":"2010-10-01T12:34:27","date_gmt":"2010-10-01T12:34:27","guid":{"rendered":"http:\/\/trafikcity.weblog.mur.at\/?page_id=131"},"modified":"2010-10-05T17:33:57","modified_gmt":"2010-10-05T17:33:57","slug":"trafik-3-erika-r","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/trafikcity.net\/?page_id=131","title":{"rendered":"Trafik 2: Erika R. 53, Hausmeisterin"},"content":{"rendered":"<p>Jeden Nachmittag gegen 15 Uhr f\u00e4hrt Erika von ihrer Wohnung in der Oberen Bahnstra\u00dfe mit der Stra\u00dfenbahnlinie 5 bis zur Haltestelle Puchstra\u00dfe. \u00dcber die T\u00e4ndelwiese geht sie zur Trafik an der Ecke zur Triester Stra\u00dfe und kauft f\u00fcr sich und ihren Freund zwei Schachteln Zigaretten der Sorte &#8222;Memphis Blue&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Obere Bahnstra\u00dfe \/ <\/strong><strong>2006 bis heute <\/strong><br \/>\nErika wohnt in einer Einzimmerwohnung in der Oberen Bahnstra\u00dfe in einem dreist\u00f6ckigen Altbau. An ihrem Haus f\u00fchren die Gleise der Ostbahn- Zugstrecke vorbei, die vor allem f\u00fcr den G\u00fcterverkehr eine wichtige Rolle spielt. Die Fenster ihrer Parterrewohnung liegen in Richtung der Bahnstrecke, da aber im Zuge einer Sanierung vor zw\u00f6lf Jahren die alten Fenster getauscht wurden, f\u00fchlt sich Erika durch den L\u00e4rm nicht gest\u00f6rt. Erika ist seit ihrem Einzug im Jahr 2006 in ihrem und im Nebenhaus als Hausmeisterin t\u00e4tig. Durch die Gr\u00fcnfl\u00e4chen vor den H\u00e4usern und dem weitl\u00e4ufigen Innenhof hat sie jeden Tag zu tun. Sie erledigt die Arbeit meist am Vormittag, damit sie nachmittags zu ihrem Freund in die Triester Stra\u00dfe fahren kann. Seit ihrem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung vor vier Jahren kommt sie mit ihrem Freund wieder gut aus, mit ihm zusammenziehen m\u00f6chte sie aber nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>Triester Stra\u00dfe \/ <\/strong><strong>2004 bis 2006 <\/strong><br \/>\nZwei Jahre lange lebte Erika zuvor bei ihrem Freund in einer Zweizimmerwohnung im ersten Stock\u00a0 in der Triester Stra\u00dfe. Das vierst\u00f6ckige Haus aus den 1930er Jahren lag direkt an der vielbefahrenen Stra\u00dfe. Erika war zu dieser Zeit ebenso wie ihr Freund auf Arbeitssuche. In der kleinen Wohnung mit 55 m\u00b2 Wohnfl\u00e4che wurde es auf Dauer sehr eng. Erika konnte zwar ihre wenigen M\u00f6belst\u00fccke im Keller zwischenlagern, ihren restlichen Besitz musste sie aber in der kleinen Wohnung unterbringen. Ihr Freund war davon nicht begeistert und es gab regelm\u00e4\u00dfig Streit, weshalb Erika sich nach einer neuen Wohnung umzusehen begann.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00f6naugasse \/ <\/strong><strong>2002 bis 2004 <\/strong><br \/>\nDavor wohnte Erika in einer Dachgescho\u00dfwohnung in der Sch\u00f6naugasse. Zu dieser Zeit verlor sie ihren Job als Kassiererin in einem Supermarkt. Die Miete f\u00fcr die 40m\u00b2 Wohnung konnte sie sich daraufhin nicht mehr leisten und sie zog vor\u00fcbergehend zu ihrem Freund.<\/p>\n<p><strong>Hasnerplatz \/ <\/strong><strong>1998 bis 2002 <\/strong><br \/>\nVon 1998 bis 2002 wohnte Erika in einer Kleinwohnung im Parterre eines Altbauhauses am Hasnerplatz. Die Wohnung hatte nur ein Zimmer und eine winzige K\u00fcche mit Duschkabine, die Toilette war am Gang gegen\u00fcber der Wohnungst\u00fcr. Nach ihrer Scheidung war sie auf der Suche nach einem Job gewesen und hatte \u00fcber eine Bekannte die Hausmeisterei am Hasnerplatz mit der g\u00fcnstigen Dienstwohnung gefunden. Die Gegend um den Hasnerplatz gefiel Erika gut. Direkt vor ihrem Haus gab es einen kleinen Park, wo sie nachmittags gerne auf der Parkbank in der Sonne sa\u00df. Mit der Bezahlung als Hausmeisterin und der kleinen Wohnung war sie weniger zufrieden. Als sie schlie\u00dflich einen Job in einem Supermarkt fand, suchte sie nach einer gr\u00f6\u00dferen und sch\u00f6neren Wohnung.<\/p>\n<p><strong>Grimmgasse \/ <\/strong><strong>1996 bis 1998 <\/strong><br \/>\nZwei Jahre vor ihrer Scheidung bezog Erika mit ihrem Mann im Jahr 1996 eine Mietwohnung in der Grimmgasse, in einer ruhigen Wohngegend im Grazer Bezirk Lend. Die Zweizimmerwohnung lag im ersten Stock eines in den 1930er Jahren erbauten Hauses. Durch den Verkauf des Einfamilienhauses, in dem sie vorher gewohnt hatten, konnten sie die Wohnung mit neuen M\u00f6beln und einer neuen K\u00fcche ausstatten. W\u00e4hrend ihr Mann in einer nahegelegenen Autowerkstatt arbeitete, blieb Erika zu Hause und k\u00fcmmerte sich um den Haushalt. Wegen st\u00e4ndiger Streitigkeiten, die sich nach dem Umzug nach Graz noch h\u00e4uften, reichte Erika nach zwei Jahren die Scheidung ein und zog im Jahr 1998 aus.<\/p>\n<p><strong>Hartberg \/ <\/strong><strong>1978 bis 1996 <\/strong><br \/>\nFast zwanzig Jahre lang wohnte Erika davor mit ihrem Mann in einem kleinen Einfamilienhaus aus den 1950er Jahren an der Bundesstra\u00dfe B50 am Ortsrand von Hartberg. Das Haus geh\u00f6rte ihrer Schwiegermutter, die 1989 verstarb und bis dahin im Erdgescho\u00df des Hauses gewohnt hatte. Erika arbeitete mit Unterbrechungen in einem Hartberger Supermarkt und in zwei Caf\u00e9h\u00e4usern, ihr Mann pendelte ELIN Werk nach Weiz. Weil sie sich die dringend n\u00f6tigen Renovierungsarbeiten am Haus nicht leisten konnten, verkauften sie es im Jahr 1996 und suchten eine Mietwohnung in Graz.<\/p>\n<p><strong>Salzburg Stadtteil Lehen \/ <\/strong><strong>1957 bis 1978 <\/strong><br \/>\nErika wurde 1957 in der Stadt Salzburg geboren. Aufgewachsen ist sie mit ihrer Mutter und der j\u00fcngeren Schwester im Stadtteil Lehen, in der in den 1930er Jahren gebauten Scherzhauserfeldsiedlung. In einem Lebensmittelladen unweit der Wohnung begann sie nach der Hauptschule im Jahr 1972 eine Lehre als Einzelhandelskauffrau, die sie aber nach zwei Jahren vorzeitig abbrach. Sie arbeitete daraufhin als Kellnerin in einem Gasthaus an der Westautobahn, wo sie ihren sp\u00e4teren Mann kennenlernte. Mit ihm zog sie 1978 in die Steiermark.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=153\">zur\u00fcck zur Trafik\u00a02<\/a> <a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=155\">|\u00a0zur\u00fcck zur \u00dcbersicht |\u00a0Home<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeden Nachmittag gegen 15 Uhr f\u00e4hrt Erika von ihrer Wohnung in der Oberen Bahnstra\u00dfe mit der Stra\u00dfenbahnlinie 5 bis zur Haltestelle Puchstra\u00dfe. \u00dcber die T\u00e4ndelwiese geht sie zur Trafik an der Ecke zur Triester Stra\u00dfe und kauft f\u00fcr sich und ihren Freund zwei Schachteln Zigaretten der Sorte &#8222;Memphis Blue&#8220;. 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