{"id":124,"date":"2010-10-01T12:32:50","date_gmt":"2010-10-01T12:32:50","guid":{"rendered":"http:\/\/trafikcity.weblog.mur.at\/?page_id=124"},"modified":"2010-10-25T15:52:30","modified_gmt":"2010-10-25T15:52:30","slug":"gabriele-t","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/trafikcity.net\/?page_id=124","title":{"rendered":"Trafik 4: Gabriele T. 65, Pensionistin"},"content":{"rendered":"<p>Gabriele ist schon seit Ende der 1960er Jahre Kundin in der Trafik an der Ecke Kapellenstra\u00dfe und Payer-Weyprecht-Stra\u00dfe. Sie erinnert sich noch an das schlichte Holzhaus, in dem die Trafik bis zum Anfang der 1970er Jahre untergebracht war. Damals hat sie dort noch regelm\u00e4\u00dfig Zigaretten gekauft, seit mehr als drei\u00dfig Jahren ist sie nun aber schon Nichtraucherin. Gabriele und ihr Mann fahren einmal pro Woche mit dem Auto zum Einkaufen in den Citypark, ein nahegelegenes Shoppingcenter. Am Nachhauseweg, der sie \u00fcber die Triester Stra\u00dfe in die Vinzenz-Muchitsch-Stra\u00dfe und die Kapellenstra\u00dfe f\u00fchrt, steigt Gabriele schon bei der Trafik aus dem Auto aus, w\u00e4hrend ihr Mann hundert Meter weiter zur gemeinsamen Wohnung f\u00e4hrt. Gabriele wird den Weg sp\u00e4ter zu Fu\u00df fortsetzen. Sie besorgt sich wie immer einen Zehnerblock f\u00fcr den Bus und die Zeitschriften \u201eF\u00fcr Sie\u201c und \u201eBrigitte\u201c. Gerne wechselt sie auch ein paar Worte mit der Trafikantin, die immer nachmittags dort arbeitet.<\/p>\n<p><strong>Kapellenstra\u00dfe \/ <\/strong><strong>1967 bis heute<\/strong><br \/>\nGemeinsam mit ihrem Mann bewohnt Gabriele eine ger\u00e4umige Dreizimmerwohnung im Parterre eines alten, zweist\u00f6ckigen Mehrparteienhauses in der Kapellenstra\u00dfe, das die beiden gekauft und in den letzten Jahrzehnten st\u00fcckweise renoviert haben. Im kleinen Vorgarten haben sie sich eine schattige Sitzecke eingerichtet, wo sie sich bei sch\u00f6nem Wetter gerne aufhalten. Gabriele wohnt seit ihrer Heirat im Jahr 1967 in diesem Haus. In den ersten f\u00fcnf Jahren hatten sie und ihr Mann noch eine kleinere Wohnung im zweiten Stock. Als die gr\u00f6\u00dfere Wohnung im Parterre im Jahr 1972 frei wurde, \u00fcbersiedelten sie mit der inzwischen geborenen Tochter nach unten.<\/p>\n<p><strong>Kainbach bei Graz \/ 1962 bis 1967<\/strong><br \/>\nF\u00fcnf Jahre lang wohnte Gabriele in den 1960er Jahren in der Gemeinde Kainbach im Bezirk Graz Umgebung. Sie arbeitete dort im B\u00fcro eines katholischen Ordens und bekam eine schlichte Dienstwohnung zur Verf\u00fcgung gestellt, die im ersten Stock des \u00fcber hundertj\u00e4hrigen ehemaligen Schlosses lag. Die freien Wochenenden verbrachte sie bei ihren Eltern in der Weststeiermark oder in Graz, wo sie im Jahr 1966 bei einem Besuch der Grazer Herbstmesse ihren sp\u00e4teren Mann kennenlernte.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00fclerheim in St. Peter \/ 1959 bis 1962<\/strong><br \/>\nVon 1959 bis 1962 lebte Gabriele wochentags in einem Grazer Sch\u00fclerheim im Bezirk St. Peter. Gemeinsam mit f\u00fcnf anderen M\u00e4dchen teilte sie sich einen Schlafsaal im zweiten Stock des weitl\u00e4ufigen, alten Geb\u00e4udes. Das Zimmer war sp\u00e4rlich mit drei Stockbetten, sechs Schr\u00e4nken und zwei Tischen m\u00f6bliert. Gabriele besuchte tags\u00fcber eine Handelsschule in Graz. Sooft es ging, fuhr sie am Wochenende nach Hause zu ihren Eltern.<\/p>\n<p><strong>Internat in St. Leonhard \/ 1955 bis 1959<\/strong><br \/>\nAb ihrem zehnten Lebensjahr besuchte Gabriele vier Jahre lang ein M\u00e4dcheninternat in Graz. Ihre Eltern hatten flei\u00dfig gespart, um ihr den Schulbesuch dort zu erm\u00f6glichen. Von Montag bis Samstag hatte sie Unterricht und nur selten konnte sie am Wochenende nach Hause in die Weststeiermark fahren. Im Internat war sie mit anderen M\u00e4dchen in einem gro\u00dfen Gemeinschaftsschlafsaal untergebracht. F\u00fcr Gabriele bedeutete das strenge Internatsleben eine gro\u00dfe Umstellung und besonders im ersten Jahr litt sie unter dem strengen Tagesablauf.<\/p>\n<p><strong>Forsthaus in der Weststeiermark \/ 1945 bis 1955<\/strong><br \/>\nGabriele ist in einem gro\u00dfen Forsthaus mitten im Wald in der N\u00e4he von \u00dcbelbach aufgewachsen. Das Haus geh\u00f6rte der Herrschaft Liechtenstein, und ihr Vater war f\u00fcr diese als F\u00f6rster t\u00e4tig. Im Forsthaus gab es damals nur Petroleumlampen und kein flie\u00dfendes Wasser. Gabriele erinnert sich an die unbeschwerte Zeit, die sie dort in der Natur verbracht hat. Zur Volksschule musste sie t\u00e4glich einen langen Fu\u00dfweg zur\u00fccklegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=153\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=157\">zur\u00fcck zur Trafik\u00a04<\/a> |\u00a0<a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/?page_id=68\">zur\u00fcck zur \u00dcbersicht<\/a> |\u00a0<a href=\"http:\/\/www.trafikcity.net\/\">Home<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gabriele ist schon seit Ende der 1960er Jahre Kundin in der Trafik an der Ecke Kapellenstra\u00dfe und Payer-Weyprecht-Stra\u00dfe. Sie erinnert sich noch an das schlichte Holzhaus, in dem die Trafik bis zum Anfang der 1970er Jahre untergebracht war. 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